Patienten-Initiativen fordern mehr Bewusstsein für Brustkrebs
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Früherkennung wichtig / Neue Wirkstoffe verbessern Überleben

25. September 2001 – Noch immer gibt es in Deutschland zu wenig Bewusstsein für Brustkrebs – trotz jährlich etwa 49.000 Neuerkrankungen. Zahlreiche Organisationen und Selbsthilfegruppen haben daher weltweit den Oktober zum Brustkrebsmonat ernannt. Ziel ist, durch Aktionen auf Brustkrebs aufmerksam zu machen sowie umfassend über Risikofaktoren, Früherkennung und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Denn: Bei früher Diagnose kann diese Krebsart geheilt werden. Aber auch wenn sich der Krebs bereits im Körper ausgebreitet hat, geben neue Wirkstoffe Anlass zur Hoffnung.

Frauen, die jeden Monat ihre Brust selbst untersuchen und an den jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt teilnehmen, können im Falle einer Erkrankung entscheidend zu einer frühzeitigen Diagnose beitragen. Im frühen Stadium hat sich der Krebs noch nicht ausgebreitet und der Tumor kann durch eine Operation entfernt werden. Diese erfolgt häufig brusterhaltend. Der nächste Behandlungsschritt wird individuell auf die Bedürfnisse der Patientin angepasst und erfolgt abhängig von der Tumorgröße und -art: Strahlen- , Chemo- oder Hormontherapie können dabei einzeln oder auch kombiniert gegeben werden. So können eventuell im Körper verbliebene Mikrometastasen zerstört und das Rückfallrisiko gesenkt werden.

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Neue Wirkstoffe wirksam und verträglich

Neue Krebsmedikamente zeichnen sich durch eine hohe Wirksamkeit und gute Verträglichkeit aus. Für die Betroffenen bedeutet dies eine deutlich verbesserte Behandlung meist ohne schwere Neben­wirkungen. Experten setzen sie daher nicht nur in frühen Stadien ein, sondern auch beim metastasierten Brustkrebs, d.h. wenn bereits weitere Organe befallen sind. Ziel der Behandlung ist dann, das Überleben zu verlängern und Symptome zu lindern. Erfolgreich sind Kombinationen, zum Beispiel aus dem Eibenwirkstoff Paclitaxel[1] und Doxorubicin. Durch diese Therapie konnte das Leben der Patientinnen gegenüber der Standardtherapie signifikant verlängert werden. Als hochwirksam und gut verträglich haben sich auch Kombinationen mit Antikörpern wie Paclitaxel und Trastuzumab[2] erwiesen.

Patientinnen drängen an die Öffentlichkeit

Während des Brustkrebsmonats organisieren verschiedene regionale und nationale Selbsthilfegruppen und Initiativen Aktionen, die das Thema Brustkrebs einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein rufen sollen. Den Anfang bildet „Race for the Cure“ am 30. September 2001 in Frankfurt am Main. Ab 10.00 Uhr können Betroffene, Angehörige und Freizeitläufer beim 5-km-Lauf oder 2-km-Walk starten. Neben dem Ziel, Aufmerksamkeit für Brustkrebs zu schaffen, sollen Spenden für Forschung und Weiterentwicklung von Dia­gnostik und Therapie gesammelt werden. Eine andere öffentlichkeitswirksame Aktion ist die von der Berliner Brustkrebsinitiative e.V. organisierte Brustkrebs-Demo am 20. Oktober 2001 in Berlin unter dem Motto: „Fordern statt dulden – die Qualität in Diagnostik und Therapie muss besser werden“. Es werden mehr als tausend Teilnehmer erwartet.

Quelle: Bristol-Myers Squibb

[1] Produktname: Taxol®

[2] Produktname: Herceptin®

letztes Update: 20.02.2005
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