Stellenwert von Paclitaxel in der modernen Brustkrebstherapie
MedPort - Thema des Monats - Brustkrebs - Stellenwert von Paclitaxel in der modernen Brustkrebstherapie
 
  
 
 

Eibenwirkstoff verlängert Leben

München, September 2001 „Paclitaxel1 ist aus der modernen Brustkrebsbehandlung nicht mehr wegzudenken“, kommentiert Krebsexperte Professor Dr. Volker Möbus, Städtische Kliniken Frankfurt am Main - Höchst, den Stellenwert des Eibenwirkstoffes. Die hohe Wirksamkeit beim metastasierten Brustkrebs sowie als adjuvante Therapie in frühen Krebsstadien belegen weltweit zahlreiche Studien.

Adjuvante Chemotherapie bei frühen Brustkrebs-Stadien

Als adjuvante (vorsorgliche) Chemotherapie setzen Krebsexperten heute immer häufiger auf eine Kombination mit Anthrazyklinen gefolgt von Paclitaxel – vor allem bei Patientinnen mit höherem Rückfallrisiko. In den USA ist diese Kombination zugelassen und zählt bereits zur Standardtherapie. In Deutschland wird die Zulassung erwartet. Ziel dieser sogenannten adjuvanten Behandlung ist die vollständige Heilung, indem auch kleinste, eventuell bereits im Körper verbreitete Krebszellen bekämpft werden. Ob nach der vollständigen Entfernung des Tumors eine Chemotherapie erfolgen muss, hängt von der Zahl der befallenen Lymphknoten sowie den jeweiligen Tumoreigenschaften ab. „Paclitaxel gehört heute zum Therapiestandard bei Brustkrebs mit Lymphknotenbefall, insbesondere bei Frauen, deren Tumor keine Hormonrezeptoren besitzt“, erklärt Möbus. Ältere Standards wie CMF- oder EC-Chemotherapien seien für Hochrisiko-Patientinnen nicht ausreichend.

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Überlebensverlängerung auch bei metastasiertem Brustkrebs

Metastasierter Brustkrebs kann nicht geheilt werden. Doch es gibt gute Möglichkeiten, die Situation der Betroffenen zu verbessern. Zum Beispiel indem durch den Einsatz innovativer Zytostatika die Symp­tome der Erkrankung gelindert und das Überleben bei guter Lebensqualität verlängert werden. Moderne Therapieansätze und neue Wirkstoffe haben entscheidende Fortschritte gebracht. „Denn die Chemotherapie darf in dieser Situation nicht nur lebensverlängernd wirken, sondern sie muss für die Betroffenen auch gut verträglich sein,“ erläutert Dr. Hans-Joachim Lück, Medizinische Hochschule Hannover. Dies treffe auch auf Kombinationen von Anthrazyklinen mit Paclitaxel zu, weil sie das krankheitsfreie Überleben deutlich verlängern. Eine deutsche Studie belegt beispielsweise, dass bei Patientinnen mit bestimmten Tumoreigenschaften das Gesamtüberleben signifikant verlängert wird. Zwei weitere Studien der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie untersuchen momentan die Wirksamkeit weiterer Therapiekombinationen. Beeindruckende Ergebnisse zeigt auch die in Deutschland seit kurzem zugelassene Kombinationstherapie von Paclitaxel mit dem Antikörper Trastuzumab2: Bei vergleichs­weise geringen Nebenwirkungen kann auch bei Patientinnen mit schlechter Prognose das Überleben signifikant verlängert werden.

1) Eingetragener Produktname: Taxol®
2) Eingetragener Produktname: Herceptin®

Quelle: Bristol-Myers Squibb

letztes Update: 20.02.2005
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