Knäckebrot gegen das Vergessen
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Nährstoffreiches Vollkorn-Knäckebrot auf dem Anti-Demenz-Essplan


Die Weihnachtszeit mit seinem verlockenden Angebot an Gebäck und Festbraten liegt hinter uns. Die Auswirkungen der Gaumenfreuden können uns jedoch länger begleiten und sich in gesundheitliches Leid verwandeln. Denn in den Arterien kommt es aufgrund der cholesterinreichen Kost verstärkt zu Ablagerungen. Den Kampf gegen das Cholesterin nehmen erfolgreich Vollkornprodukte wie Knäckebrot auf. Dabei leisten sie mit ihren Cholesterin senkenden Effekten nicht nur einen Beitrag zur Verringerung des Diabetes- und Herzkreislauferkrankungsrisikos, sondern können vermutlich auch an der Reduzierung von kognitiven Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer mitwirken.

"Cholesterinkiller" Knäckebrot

Im vorletzten Jahr konnte eine internationale Forschergruppe den Zusammenhang zwischen der Demenzerkrankung und dem Cholesterinstoffwechsel erstmals entschlüsseln.  Den Ergebnissen zufolge ist es denkbar, dass sich Alzheimer durch eine Senkung des Cholesterinspiegels verhüten lässt. Was den Cholesterinspiegel betrifft, ist die Ernährung das Zünglein an der Waage. Während beispielsweise zu viel tierisches Eiweiß und gesättigte Fette zu einer Erhöhung des Cholesterins führen, tragen Vollkornprodukte wie Knäckebrot zu einem Abbau des Cholesterins bei. Insbesondere die Wahl der Nahrungsmittel, die regelmäßig und häufig konsumiert werden - z.B. das Grundnahrungsmittel Brot - kann daher bei der Verzögerung oder sogar Verhütung der Alzheimerkrankheit von Bedeutung sein.
Zu den Cholesterinkillern unter den Broten zählt Knäckebrot. Das mit Vollkornmehl gebackene Schwedenbrot begünstigt mit durchschnittlich 14,6 g Ballaststoffen pro 100 g den Abtransport von Gallensäuren aus dem Körper. Das hat die gewünschte Reduzierung des Cholesterinspiegels zur Folge. Knäckebrot führt die Liste der Ballaststoffträger unter den Broten an, denn es wird nach schwedischer Tradition zumeist aus Roggen hergestellt - der Getreideart mit dem höchsten Ballaststoffgehalt. Zudem bleibt durch das besonders schonende Backverfahren nahezu das gesamte Nährstoffangebot des vollen Roggenkorns erhalten.

Roggen zieht mit Hafer im Kampf gegen Cholesterin gleich

Roggen kann dem Cholesterin ebenso den Gar ausmachen wie Hafer, das bisher als das Non-Plus-Ultra unter den Cholesterinsenkern galt. Das zeigt eine Untersuchung, die mit Unterstützung von Wasa durchgeführt wurde.  

Zudem spricht der hohe Gehalt weiterer Nährstoffe in Knäckebrot für dessen Aufnahme in den Anti-Demenz-Essplan. 100 g des Schwedenbrots enthalten 88 µg Folsäure (Vitamin B9) - der Spitzenwert unter den Broten. Die bisher größte Untersuchung zur Auswirkung von Folaten auf Alzheimer ergab, dass die Aufnahme von mindestens 400 µg Folsäure pro Tag das Alzheimerrisiko um über 50 % senken kann.   Bei einer Unterversorgung mit Folsäure kann es zu einem erhöhten Spiegel von Homocystein - einem schädlichen Abbauprodukt des Proteinstoffwechsels - kommen. Homocystein begünstigt erwiesenermaßen die Entstehung der Alzheimerkrankheit. Neben Folsäure trägt auch Vitamin B6 zum Abbau von Homocystein bei. Das größte Vitamin B6-Reservoir bietet beim Grundnahrungsmittel Brot ebenfalls Knäckebrot: auf 100 g kommen 300 µg.

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letztes Update: 23.01.2007
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