Sehverlust im Alter: Früherkennung kann vor Augenerkrankung schützen
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Die altersbezogene Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Netzhaut im Auge. Sie ist die häufigste Ursache für Erblindung im Alter. Seit knapp zwei Jahren steht bei der feuchten Form der AMD die Photodynamische Therapie als wirksame Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung. Seit der Zulassung im Juli 2000 in Deutschland konnte mit diesem innovativen Verfahren bereits sehr vielen Menschen geholfen werden: Insgesamt wurden weltweit über 150.000 Patienten erfolgreich behandelt.

Die bisherigen Erfahrungen mit der Methode zeigen: Wichtig ist die Früherkennung, denn vor allem die aggressive feuchte Form der AMD kann sich rasch verschlimmern. Ein Schnelltest für Zuhause kann erste Hinweise geben – mit dem einfachen Amsler-Gitter-Test können Patienten selber untersuchen, ob möglicherweise eine Makuladegeneration vorliegt. Dazu hält der Betroffene das Amsler-Gitter in Lesedistanz vor die Augen und betrachtet zuerst mit dem linken, dann mit dem rechten Auge den schwarzen Punkt in der Mitte des Gitters. Ersatzweise kann auch das Fliesenmuster im Bad betrachtet werden. Wenn dabei die Linien des Gitters verzerrt, krumm oder doppelt erscheinen oder im Zentrum des Gesichtsfeldes ein dunkler Fleck auftritt, können dies erste Anzeichen für eine AMD sein. Der Sehtest mit dem Amsler-Gitter sollte regelmäßig wiederholt werden.

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Wenn man sich das Essen nicht mehr selbst zubereiten kann, wird man abhängig von fremder Hilfe. Für ältere Menschen, die an der Augenerkrankung der altersbezogenen Makuladegeneration (AMD) leiden, wird es zur Belastung, wenn die Selbständigkeit verloren geht. Die Erkrankung zählt in den westlichen Industrieländern zu den häufigsten Erblindungsursachen im Alter. Mit der Photodynamischen Therapie (PDT) gibt es für einen Teil der AMD-Patienten Hoffnung auf eine Behandlungsmöglichkeit. Regelmäßige Kontrollen und frühzeitige Erkennung durch den Augenarzt können die Therapieergebnisse verbessern.

Wer die beschriebenen Symptome feststellt, sollte sich sofort an seinen Augenarzt wenden. Nur er kann diagnostizieren, ob es sich um eine AMD handelt und die geeignete Therapie einleiten.

Ein Lichtblick für die Betroffenen: Für spezielle Formen der feuchten AMD wird die Photodynamische Therapie (PDT) seit dem 01. August 2001 von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Interessierte Patienten können unter der Telefonnummer 040/32328161 kostenlos eine Broschüre über die Erkrankung und Therapiemöglichkeiten bestellen.

Bei der Photodynamischen Therapie handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren. Zunächst wird der licht-aktivierbare Farbstoff Verteporfin als Infusion verabreicht. Anschließend wird die Makula mit dem Licht eines speziellen nicht-thermischen Lasers beleuchtet. Das Licht aktiviert den Farbstoff und regt ihn dazu an, die krankhaften Gefäßbildungen zu verschließen. Durch die Aktivierung werden anders als bei einem thermischen Laser ausschließlich die krankhaften Gefäße verschlossen, während gesunde Netzhaut-abschnitte verschont bleiben. Die Behandlung wird von spezialisierten Augenärzten ambulant durchgeführt.

Das Interesse an diesem wirksamen Verfahren ist weiterhin groß. Novartis Ophthalmics hat deshalb eine bundesweite Datenerhebung initiiert, mit der weitere Erfahrungen hinsichtlich der Wirksamkeit und der Verträglichkeit der PDT unter Routinebedingungen im Praxisalltag gewonnen werden sollen.

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letztes Update: 20.02.2005
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