Ciclesonide zeigt signifikante Fortschritte bei der Asthmabehandlung im Vergleich zu Budesonid
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Datum: 30.11.2005
Quelle: PRNewswire
Pressestelle:

Ciclesonide zeigt signifikante Fortschritte bei der Asthmabehandlung im Vergleich zu Budesonid


Neue Generation inhalativer Kortikosteroide bringt gewünschte Ergebnisse

Die Ergebnisse einer doppelblinden, randomisierten, multizentrischen Parallelgruppenstudie unter Leitung der Uniklinik Homburg (Deutschland), die auf dem 13. Jahreskongress der European Respiratory Society in Wien präsentiert wurden, zeigen, dass sich die Lungenfunktion bei Patienten, deren Bronchialasthma mit dem neuen inhalativen Kortikosteroid Ciclesonide behandelt wurde, wesentlich stärker verbesserte als bei Patienten, die mit der derzeitigen Standardtherapie Budesonid behandelt wurden. Probanden, die während der 12-wöchigen Studie täglich eine Dosis Ciclesonide (320 µg) erhielten, zeigten im Durchschnitt eine signifikant größere Verbesserung ihres forcierten Expirationsvolumens und ihrer Vitalkapazität, zwei typischen klinischen Parametern der Lungenfunktion, im Vergleich zu den Probanden, die mit Budesonid (400 µg) behandelt wurden. Ciclesonide führte auch zu einem früheren Einsetzen der Therapiewirkung (am 3. Tag) im Gegensatz zu Budesonid (in der 2. Woche).

"Ciclesonide ist ein einzigartiges inhalatives Kortikosteroid, das alle gewünschten Qualitäten der derzeit angebotenen inhalativen Steroide vereint", erklärt Dr. Dieter Ukena von der Uniklinik Homburg. Ciclesonide zeichnet sich durch eine hohe Deposition in den Zielorganen, nämlich den Bronchien und der Lunge, aus. Diese einmalige Eigenschaft von Ciclesonide wird als "On-site-Aktivierung" bezeichnet. Ciclesonide wird an der Stelle der asthmatischen Entzündung aktiviert und hat demzufolge eine höhere Wirksamkeit und ein geringeres Potenzial für lokale Nebenwirkungen als andere inhalative Kortikosteroide. Der in den Blutkreislauf absorbierte Teil wird umgehend an Plasmaproteine gebunden und bleibt inaktiv, bis er über die Leber ausgeschieden wird, so dass systemische Nebenwirkungen weitaus geringer sein dürften als bei anderen inhalativen Kortikosteroiden.

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Eine andere 12-wöchige multizentrische Studie unter Leitung von Dr. Trevor Hansel vom Imperial College in London fand keine statistisch signifikanten Änderungen des Kortisolspiegels im Urin im Vergleich zu den Ausgangswerten bei Asthmapatienten, die mit Ciclesonide (320 µg) behandelt wurden. Dagegen wurde eine statistisch signifikante Unterdrückung der Kortisolbildung bei Patienten unter Budesonid-Therapie (400 µg) beobachtet.

Die beobachtete geringe Unterdrückung der Kortisolbildung durch Ciclesonide lässt auf einen wichtigen potenziellen Fortschritt hinsichtlich der Sicherheit der inhalativen Kortikosteroidtherapie schließen. Kortisol ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde (dem über den Nieren sitzenden Gewebe) sezerniert wird und dessen Bildung durch die inhalative Kortikosteroidtherapie unterdrückt werden kann, was zur Nebenniereninsuffizienz führt.

Am Institut für Medizinforschung in Allensbach (Deutschland) durchgeführte Forschungsstudien zeigten, dass selbst nach sieben Tagen einer zweimaligen täglichen Dosis weniger Ciclesonide als Budesonid im Serum zirkulierte. Eine weitere Studie wies nach, dass sich die Serumkonzentrationen von Ciclesonide nach einer Inhalation kaum von den Serumkonzentrationen nach sieben Tagen mit je einer Inhalation pro Tag unterschieden, einer Methode, die der üblichen Praxis eher entspricht. Laut Aussage von Dr. Rüdiger Nave von der ALTANA Pharma AG, dem Forschungsleiter der Studie, ist diese extrem geringe systemische Bioverfügbarkeit möglicherweise ein Grund für die fehlenden systemischen Nebenwirkungen von Ciclesonide.

Zusammenfassung:
* Ciclesonide ist eine neue Generation von inhalativen Kortikosteroiden zur Behandlung von chronischem Asthma.
* Ciclesonide zeichnet sich durch folgende besondere Eigenschaften aus: hohe Lungendeposition, On-site-Aktivierung, verlängerte Retention in der Lunge, schnelle systemische Clearance.
* Die Folge ist eine verbesserte therapeutische Wirksamkeit (höhere lokale Wirkung, geringere systemische Nebenwirkungen).

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Quelle: University of Homburg

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letztes Update: 23.04.2019
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