Datum: 02.10.2002
Quelle: pressrelations
Pressestelle: Medical Relations
Roche führt 'Grippe-Pille' Tamiflu zur Behandlung der Influenza in Deutschland ein
Frankfurt, 1. Oktober 2002. Ab sofort ist der erste orale Neuraminidase-Hemmer Tamiflu (Oseltamivir) in Deutschland erhältlich. Das innovative Medikament wird zur Therapie und Prophylaxe der Influenza A und B eingesetzt. Vorteilhafter Wirkmechanismus führt zu sehr guter Verträglichkeit
Angriffspunkt des Medikaments ist das Enzym Neuraminidase, das für die Vermehrung und Verbreitung der Influenza-Viren – der eigentlichen Ursache der Grippe – entscheidend ist. Neuraminidase-Hemmer, wie Oseltamivir, hindern das lebensgefährliche Virus an seiner Vermehrung. Dadurch leiden die Patienten weniger unter der Virusgrippe, Folgeerkrankungen bleiben ihnen erspart und sie kommen schneller wieder auf die Beine.
Tamiflu hat sich in verschiedenen Situationen als wirksames Mittel zur Grippeverhütung erwiesen, indem es bei Ausbruch einer Grippewelle einen sofortigen Schutz gewährt. Neuraminidase-Hemmer bieten, neben der Impfung, erstmalig in der Geschichte der Influenza die Chance, schnell und effektiv der Gefährdung durch Influenza-Viren zu begegnen.
'Mit neuen antiviralen Mitteln wie Tamiflu wird der Ärzteschaft endlich eine effektive Waffe zur Bekämpfung des Grippevirus zur Verfügung gestellt', so Professor Vogel, niedergelassener Internist in München, auf der Pressekonferenz.
Tamiflu (Oseltamivir) bei Kindern
Bei Kindern führt die orale Einnahme von Tamiflu als Suspension ebenfalls zur Linderung der Symptome und wirkt auch dem Auftreten von Mittelohrentzündungen entgegen. Letztere ist bei Kindern eine häufige Sekundärinfektionen bei Grippe. Aufgrund der guten Verträglichkeit können Kinder bereits ab 1 Jahr mit Oseltamivir behandelt werden.
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Die Gefahren der Grippe
Jeder zehnte Erwachsene in Europa kann in einem durchschnittlichen Jahr von Grippe betroffen sein; während einer schweren Grippeepidemie kann die Zahl deutlich höher sein. Bei Kindern ist Grippe eine häufige Atemwegsinfektion, an der bisweilen jedes dritte Kind erkrankt. Grippebedingte Komplikationen ziehen einen unnötig hohen Antibiotikagebrauch nach sich und sind mit stationären und ambulanten Behandlungen im Krankenhaus verbunden.
Jährlich sterben alleine in Deutschland 10.000 bis 15.000 Menschen an dieser Virusinfektion oder an ihren Folgen!
Erkältung – Grippe – 'echte Grippe' - Influenza
Es gibt wenig Krankheitsbilder, bei denen in der Bevölkerung die Begrifflichkeit so verschwommen verwendet wird, wie im Fall der Grippe. Im Sprachgebrauch wird nicht zwischen Erkältung, grippalem Infekt oder der 'echten Grippe', der Influenza, unterschieden. Dabei ist die Influenza eine der bedeutendsten, jedoch am meisten unterschätzten Infektionskrankheiten.
'Eine besondere Gefahr besteht in der Unberechenbarkeit der Influenza. Die Influenza-Viren treten plötzlich auf, verbreiten sich schnell, nehmen Tausenden von Menschen das Leben und sind meistens nach 6-10 Wochen wieder verschwunden' charakterisierte Prof. Wutzler die heimtückische Krankheit.
Über Tamiflu
Tamiflu ist weltweit bereits in über 40 Ländern für die Grippebehandlung zugelassen, so in Australien, Kanada, Japan, der Schweiz, den USA sowie in zahlreichen Ländern des Fernen Ostens und Lateinamerikas. Rund fünf Millionen Patienten haben Tamiflu seit seiner Einführung erhalten.
Roche in Deutschland
Roche hat in Deutschland über 12000 Beschäftigte an vier Standorten.
Hoffmann-La Roche AG, Grenzach-Wyhlen
- Pharma Produktion, Vertrieb und Marketing, Klinische Studien
Roche Diagnostics GmbH, Mannheim
- Diagnostik Produktion, Vertrieb und Marketing
Roche Biotech Center, Penzberg/Oberbayern
- Forschung und Entwicklung für Pharma und Diagnostik, Biotech Produktion
Roche Consumer Health Deutschland GmbH, Eppstein
- Verschreibungsfreie Produkte
Roche mit weltweit rund 57000 Beschäftigten
Roche, mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist unter den forschenden Firmen im Gesundheitssektor eines der weltweit führenden Unternehmen. Die beiden Kernbereiche von Roche - Pharma und Diagnostics - bringen innovative Produkte und Dienstleistungen für die Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten auf den Markt und tragen so zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität bei.
Kontakt
medical relations
Petra Sittauer
Hans-Böckler-Straße 46
40764 Langenfeld
02173/9769-