Überlebensrate nach Herztransplantationen in Zürich 1984-2013 (Kaplan-Meier) und Internationale Überlebensrate nach Herztransplantationen 1982-2011 (Kaplan-Meier)
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Datum: 18.12.2013
Quelle: idw
Pressestelle: UniversitätsSpital Zürich

Überlebensrate nach Herztransplantationen in Zürich 1984-2013 (Kaplan-Meier) und Internationale Überlebensrate nach Herztransplantationen 1982-2011 (Kaplan-Meier)


Am Universitären Herzzentrum des UniversitätsSpitals Zürich (USZ) wurde bei einem Patienten mit schwerer Herzschwäche im November 2013 erfolgreich die 400. Herztransplantation durchgeführt. Der Patient hat den Eingriff gut überstanden und ist wohlauf. Im selben Monat wurde einem Patienten durch das Team von Prof. Walter Weder zwei neue Lungenflügel transplantiert. Auch dies ist ein Jubiläum, nämlich die 400. Lungentransplantation am Universitätsspital. Das Lungen- wie auch das Herztransplantationsprogramm am Universitätsspital Zürich gehören zu den erfolgreichsten Programmen ihrer Art, nicht nur in der Schweiz, sondern auch im internationalen Vergleich.

Gleich zwei Jubiläen konnten im November 2014 am Universitätsspital Zürich gefeiert werden: Sowohl eine Doppel-Lunge, wie auch ein Herz wurden zum 400. Mal transplantiert. Damit behauptet das Spital in beiden Disziplinen seinen Spitzenplatz in der Schweiz.

Seit der ersten Herztransplantation durch Christian Barnard am 3. Dezember 1967 in Kapstadt wurden weltweit über 111'000 solcher Eingriffe durchgeführt. Nach der anfänglichen Euphorie, die auch zur ersten Herztransplantation am Universitätsspital Zürich durch Ake Senning am 14. April 1969 führte, wurde der Eingriff allerdings aufgrund der Abstossungsreaktionen und der in der Folge entstehenden schlechten Resultate immer seltener ausgeführt. Mit der Entdeckung des Ciclosporins, das die Immunabwehr unterdrückt und damit die Abstossungsreaktion vermeidet, wurde die Transplantationschirurgie beflügelt. Auch in Zürich nahm man das Herztransplantationsprogramm wieder auf. Heute werden in Zürich, Lausanne und Bern Herztransplantationen durchgeführt, wobei Zürich bis heute mit Abstand am meisten Eingriffe dieser Art durchgeführt hat (Abb. 1).

Transplantierte Patienten müssen auch nach dem Eingriff regelmässig untersucht und behandelt werden. Aufgrund der langjährigen Erfahrung und der hohen Eingriffszahl betreut das Universitäre Herzzentrum Zürich aktuell über 120 dieser Patienten und damit die grösste Kohorte Herztransplantierter in der Schweiz. Das Langzeitüberleben der Zürcher Patienten liegt im internationalen Vergleich an der Spitze (Abb. 2).

Herztransplantationen in Zürich im internationalen Vergleich

Die 400. Herztransplantation ist ein Meilenstein in einem erfolgreichen Transplantationsprogramm, das von Ake Senning initiiert, von Marko Turina ausgebaut und von Volkmar Falk und Markus Wilhelm gemeinsam mit den Kardiologen Frank Ruschitzka und Thomas F. Lüscher erfolgreich weitergeführt wurde.

Das universitäre Herzzentrum weist darüber hinaus das Schweiz weit aktivste Forschungsprogramm in Herzschwäche und Herztransplantationen aus mit vielbeachteten Untersuchungen zur Wirkung von Medikamenten und Defibrillatoren, zur Stammzellentherapie und der Entwicklung eines Kunstherzens im Projekt Zurich Heart in Zusammenarbeit mit der ETH.

Zürich eines der führenden Lungentransplantationzentren in Europa

Die erste Lungentransplantation weltweit gelang James D. Hardy 1963 in Jackson, Mississippi, wobei der Patient nur 18 Tage überlebte. Auch bei der Lungentransplantation begann mit dem Einsatz von Ciclosporin eine neue Ära ? 1983 konnte erstmalig eine Lunge erfolgreich transplantiert werden.

Die erste Lungentransplantation der Schweiz führte Prof. Walter Weder im November 1992 am Universitätsspital Zürich durch. Bis heute wurden am Universitätsspital Lausanne (CHUV) bei 216 Patienten und am USZ in Zürich bei 400 Patienten Lungen transplantiert. Bei über 90% der Patienten wurden jeweils beide Lungen sequentiell ersetzt.

Die Lungentransplantation ist nach wie vor eine sehr anspruchsvolle, aber mittlerweile etablierte Therapie bei Patienten mit fortgeschrittenen Lungenkrankheiten, speziell bei Patienten mit zystischer Fibrose, chronisch obstruktiven Lungenkrankheiten (Emphysem) Lungenfibrose, pulmonal arterieller Hypertonie und anderem. Die Überlebensrate fünf Jahre nach dem Eingriff beträgt rund 75 Prozent, was das Universitätsspital Zürich zu einem der führenden Transplantationszentren in Europa macht. Diese erfreulichen Resultate sind nur dank eines engagierten, interdisziplinären Teams möglich. Die Nachbetreuung ist unter anderem auch wegen der Anfälligkeit der Lunge auf Infektionen und der Entwicklung chirurgischer Abstossung sehr anspruchsvoll.

Der Patient, bei dem auf Grund einer schweren Erkrankung beide Lungenflügel ersetzt wurden, befindet sich bereits wieder in einer guten Verfassung und wird das Spital noch vor Weihnachten verlassen können.

Ansprechpartner zum Thema Herztransplantationen:

Prof. Thomas Lüscher, Direktor Klink für Kardiologie

Tel. +41 044 255 21 77

thomas.luescher@usz.ch

Prof. Volkmar Falk, Direktor Klinik für Herz- und Gefässchirurgie

Tel. +41 044 255 44 46

volkmar.falk@usz.ch

Ansprechpartner zum Thema Lungentransplantationen:

Prof. Walter Weder, Direktor Klinik für Thoraxchirurgie

Tel. +41 044 255 88 01

walter.weder@usz.ch

PD Dr. Christian Benden, Leitender Arzt, Klinik für Pneumologie

Tel. +41 044 255 41 83

christian.benden@usz.

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letztes Update: 21.01.2018
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