Gesunde Zähne durch Fluorid!
MedPort - Newsticker - Gesunde Zähne durch Fluorid!
 
  
 
 

Datum: 21.09.2001
Quelle: pressrelations.de
Pressestelle: Deutsches Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik

Gesunde Zähne durch Fluorid!


DIET: Wer seine Zähne ausreichend schützt, braucht im Alter keine pürierte Kost zu essen. (DIET-21.09.01): Eine ausreichende Zahnhygiene basiert auf den vier Säulen der Prophylaxe, berichtet heute Ines Drewe, Ernährungswissenschaftlerin vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen. Diese Säulen sind 1. gewissenhafte Zahnpflege, 2. regelmäßige Kontrolle der Zähne durch den Zahnarzt, 3. richtige Ernährung und 4. die Zufuhr von Fluoriden. Voraussetzung für die Kariesentstehung ist das gleichzeitige Vorhandensein von Säure, Kohlenhydraten und Bakterien. Diese Situation ist im Mundraum ständig gegeben, betont Drewe. Durch den Verzehr von zuckerhaltigen (beispielsweise Bonbons, Schokolade) und stärkehaltigen Lebensmitteln (beispielsweise Brot, Chips), die oftmals in den Zahnzwischenräumen kleben bleiben, können Beläge, so genannte Plaques, entstehen. Die Bakterien im Mund vergären die zuckerhaltigen Bestandteile der Beläge. Die Säure wiederum löst die Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus. Die Folge sind Löcher. Das lebensnotwendige Spurenelement Fluorid ist als natürlicher Baustein unseres Körpers für Zahnschmelz- und Knochenbildung sowie Zahnhärtung unentbehrlich, betont Drewe. Fluorid hemmt die Kariesentstehung, es stärkt die Abwehr der Zähne, so dass sich durch Säure angegriffener Zahnschmelz rasch regeneriert. Fluorid hemmt aber auch den Stoffwechsel der Bakterien, die den Zucker oder die Stärke abbauen, so dass weniger Säure gebildet wird. Der Fluoridbedarf hängt von Alter und Körpergewicht ab. Im Säuglings- und Kleinkindalter bis zu zwei Jahren und bei einem Körpergewicht von über 3000 Gramm ist eine Fluoridzufuhr in Form von Tabletten empfehlenswert. Wenn die Zähne dann durchgebrochen sind, kann die Fluoridanwendung auch äußerlich in Form von Zahnpasta erfolgen, so die Ernährungswissenschaftlerin. Es gibt spezielle Zahnpasten für Kinder und Erwachsene mit angepassten Fluoridgehalten. Ein weiterer wichtiger Fluoridträger ist das fluoridierte Jodsalz. Dieses Produkt ist leider immer noch nicht in jedem Haushalt zu finden, bedauert die Ernährungswissenschaftlerin Drewe, obwohl es eine finanziell sehr günstige Methode ist, sowohl die Zähne zu schützen, als auch einen Jodmangel zu verhindern. Das Fluorid wirkt dann schon während des Essens direkt am Zahn. Richtwerte für die zusätzliche Fluoridzufuhr Alter Fluoridkonzentration im Trinkwasser (Mineralwasser) < 0,3 mg/l 0,3 – 0,7 mg/l 0 – 6 Monate - - 6 – 12 Monate 0,25 mg - 1 – unter 3 Jahre 0,25 mg - 3 - 6 Jahre 0,50 mg 0,25 mg > 6 Jahre 1,0 mg 0,5 mg Jugendliche 1,0 mg 0,5 mg Erwachsene 1,0 0,5 mg (modifiziert nach D.A.CH.-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000) Auch die richtig Ernährung ist von großer Bedeutung: Süßigkeiten sollten wegen der starken Säurenbildung durch die Bakterien vermieden werden. Fragen zur gesunden Ernährung können sie telefonisch werktags in der Zeit von 14:00 bis 17:30 unter der Nummer 0241/ 4450600 stellen, wo die ernährungsmedizinischen Berater des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik zur Verfügung stehen. Interessantes zum Thema Ernährung ist auch im Internet auf unserer Homepage http://www.diet-aachen.de zu finden.

Anzeige:


letztes Update: 16.12.2017
Kommentare
Wie bewerten Sie diese Seite? Bitte geben Sie eine Benotung ab:
Unnütz (5)  Bedingt hilfreich (4)  Hilfreich (3)  Sehr hilfreich (2)  Extrem hilfreich (1) 
Top Ten Seiten
durchschnittliche Bewertung: 2.5046
Impressum   |   Datenschutz   |   Mediadaten   |   Kontakt