Deutsche Krebshilfe fordert verbesserte Früherkennung
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Datum: 21.09.2001
Quelle: mz
Pressestelle: redaktion gesundheits-presse.de

Deutsche Krebshilfe fordert verbesserte Früherkennung


Kosten müssten auch für Gentests übernommen werden In der Diskussion um die Gentechnik gibt es immer wieder Meldungen über mögliche lebensrettende oder präventive Maßnahmen. Auf dem Symposium "Krankheiten mit erheblicher Krebsdisposition" vom 18. bis 19 Sepzember in Bonn forderte Dr. Peter Propping, Direktor des Instituts für Humangenetik der Universität Bonn und stellvertretender Vorsitzender des Medizinischen Beirates der Deutschen Krebshilfe: "Bei Mitgliedern von Familien mit erblich bedingten Krebserkrankungen müssen die Kosten für die Beratung, für den Gentest und für die engmaschigen Früherkennungsuntersuchungen von den Krankenkassen übernommen werden!". Krebs sei genetischer Unfall, der zu "defekten Wachstumsbremsen" der Zellen führe. Der Einsatz von gentechnischen Untersuchungen könne die Früherkennung vor allem bei Hochrisikofamilien deutlich verbessern. "Die Identifizierung der krankmachenden Gene und ihre molekulargenetische Analyse hat die Früherkennung maßgeblich verbessert", so das Fazit der 120 Experten. Es seien jedoch noch weitere Studien erforderlich, um herauszufinden, in welchen Zeitabständen Früherkennungsuntersuchungen erforderlich sind und welche Verfahren am geeignetsten sind, räumten die Mediziner ein. Die Ergebnisse des Verbundprojektes "Familiärer Brust- und Eierstockkrebs", mit dem Frauen mit erblich bedingtem Brust- und Eierstockkrebs geholfen werden soll, würden zeigen, dass mit neuen Methoden der Krebs besser bekämpft werden können. "Ein Gentest entlastet nicht nur viele Mitglieder aus Risikofamilien, sondern bedeutet letztendlich auch eine Kostenersparnis für die Krankenkassen", so Professor Propping. Gleichzeitig forderte er die Krankenkassen auf, die Finanzierung des Projektes zu übernehmen, da die Krebshilfe nur finanzielle Mittel bis 2003 bereit stellen können. "Uns ist es nicht möglich, die Dauerfinanzierungen zu übernehmen. Maßnahmen, die nachweislich die Versorgung von Krebspatienten verbessern, müssen von den Krankenkassen finanziert werden", sagte Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Weitere Informationen unter: http://www.krebshilfe.de

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letztes Update: 19.01.2020
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