Belastende Chemotherapie nach Brustkrebsoperation:
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Datum: 16.07.2001
Quelle: mz
Pressestelle: DGN Service GmbH

Belastende Chemotherapie nach Brustkrebsoperation:


Online-Gesundheitsdienst Yavivo.de berichtet über Neuigkeit in der Brustkrebstherapie Bis zu 10.000 Frauen mit Brustkrebs pro Jahr könnte künftig eine belastende Chemotherapie nach einer Operation erspart bleiben. Mit einer neuen Laboruntersuchung auf zwei einfach zu bestimmende Eiweißstoffe können rückfallgefährdete Frauen besser erkannt werden und eine Überbehandlung vermieden werden. Dies zeigten Münchner und Hamburger Mediziner in einer großen Studie, wie der medizinische Onlinedienst Yavivo.de berichtet. 'Wir hoffen, dass der Test in den kommenden Monaten über die großen Labore angeboten wird', sagt die Leiterin der Münchner Arbeitsgruppe, die Oberärztin Dr. Nadia Harbeck von der Frauenklinik der TU München. In Deutschland erkranken jährlich etwa 45.000 Frauen an Brustkrebs. Die im Brustkrebsgewebe nach einer Operation messbaren Eiweißstoffe spielen eine zentrale Rolle bei der Streuung von Krebszellen im Körper und sind ein Maß für die Aggressivität der Erkrankung. Von der neuen Untersuchung profitieren im Moment besonders Brustkrebspatientinnen, bei denen die Lymphknoten noch nicht befallen sind. Dank der inzwischen immer früheren Entdeckung von Tumoren sei dies die Hälfte der Betroffenen, gut 20.000 Frauen jährlich, erklärt Harbeck. 70 Prozent dieser Frauen ohne Lymphknotenbefall gelten nach einer Brustoperation und nachfolgender Bestrahlung als geheilt. Um eine spätere Wiederkehr der Krebserkrankung zu verhindern, erhielte nahezu jede Patientin noch eine anschließende Chemotherapie (eine so genannte adjuvante - unterstützende - Chemotherapie). Doch nur etwa jede dritte Frau habe überhaupt ein erhöhtes Rückfallrisiko und profitiere von einer zusätzlichen medikamentösen Chemotherapie, betont die Medizinerin. Dieses Missverhältnis könnten hingegen der in den vergangenen Jahren intensiv erforschte uPA-Wert (Plasminogenaktivator vom Urokinasetyp) und der PAI-1-Wert (Plasminogen-Aktivator-Inhibitor) aufheben. Es handelt sich dabei um Eiweiße, die eine wichtige Rolle bei der Metastasenbildung spielen. Sie regulieren Prozesse der Gewebebildung. Hohe Werte zeigen ein erhöhtes Risiko an, dass sich bösartige Tumorzellen vom Primärtumor loslösen, in weiteres Gewebe an anderen Stellen im Körper eindringen und dort neue Tumore auslösen können.

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letztes Update: 23.10.2018
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